Es ging weiter. Die Welt ist böse! Naja, fast… Abends mit dem Auto in den Hof gefahren und die Scheibe auf der Fahrerseite ein Stück runterfahren lassen. Kurzer Plausch mit dem Kollegen, aber das Fenster wollte nicht mehr hochfahren! Elektrischer Fensterheber! Scheibe ein Stück weiter runter fahren lassen, nur um wieder festzustellen, dass das gute Stück in dieser Position verharrte. Das Spiel habe ich dann solange gespielt, bis die Scheibe komplett versenkt war. Panik! Citroen Service konnte nicht helfen, Schutzbrief bei den gelben oder meiner Versicherung habe ich nie abgeschlossen (Notiz gemacht!).
Also wurde der Hof verrammelt, die Nachbarin über meine Einfriedungsaktionen informiert, der Wagen mit der Fahrerseite ganz nah an die Wand geparkt, so dass ich durch die Beifahrertür aussteigen musste und das Fenster mit gelben Säcken für die Nacht gegen den Schnee gesichert. Dann den Chef informiert, dass ich am nächsten Tag im Home Office bleiben würde.
Meine Stimmung war natürlich bestens. Am nächsten Morgen mehrere Citroen Werkstätten angerufen – keine freien Termine. Endlich in Ingelheim eine Werkstatt gefunden die vielleicht am darauffolgenden Tag helfen könnte – falls ein anderer Kunde seinen Termin absagt. Ansonsten erst am Montag (wir hatten an dem Tag gerade Donnerstag). Naja, zähneknirschend zugesagt, dann wäre der kleine Dicke ab morgen wenigstens verschlossen im Warmen.
Schnell noch einen Kumpel wach telefoniert, der mich von Ingelheim dann wieder mit nach Mainz zurückbringt. Nun nach unten ans Auto, Motor angelassen und neugierig wieder den Fensterheber bedient – und die Scheibe fuhr nach OBEN! args….
Ok, Werkstatt informiert, Freund der schon beim Eiskratzen war, wieder zurückgepfiffen und nach einem kurzen Frühstück doch noch zur Firma gedengelt (50 km). Einziger Lichtblick: Die Autobahnen zwischen Mainz und Frankfurt sind um 10:00 angenehm frei.

Danke Welt für diese Abwechslung in meinem Leben.

P.S. diese Geschichte spielte sich einen Tag nach “unliebsame Überraschung” ab.